Klang entsteht nicht in der Luft. Er entsteht im Gedächtnis der Dinge. Steine erinnern sich an Erschütterungen. Wasser an Berührungen. Metall an Hitze, an Hände, an Jahrzehnte des Liegengelassenseins in Kellern, die niemand mehr betritt.
Materie ist kein stummer Zeuge. Sie spricht ununterbrochen — in Frequenzen, die wir verlernt haben zu hören, weil wir zu beschäftigt waren mit lauteren Dingen. Ari Adelmann behauptet, er höre es manchmal. Früh morgens, kurz vor dem ersten Kaffee, in dem Moment, in dem die Welt noch nicht entschieden hat, ob sie wach ist.
Dieses Werk ist ein Versuch, diese Frequenz sichtbar zu machen. Ob es gelingt, hängt davon ab, wie still man halten kann. Und wie ehrlich.
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