Zeit ist hier keine Linie. Sie ist Substanz — zähflüssig, eigensinnig, von sich selbst überrascht. Sie fliesst nicht vorwärts, sie akkumuliert. Jeder Augenblick trägt alle vorangegangenen in sich, wie ein Gewebe, das sich selbst webt, ohne zu wissen warum.
Ari Adelmann hat dieses Werk in einem Zustand erschaffen, den er später als «konzentrierte Zerstreutheit» beschrieb. Was das bedeutet, wollte er nicht erklären. Das Bild erklärt es auch nicht. Es zeigt es einfach — oder täuscht vor, es zu zeigen. Der Unterschied ist, wie immer, theologisch heikel.
Was bleibt: das Gefühl, dass man dieses Bild schon gesehen hat. Irgendwann. Vielleicht morgen.
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